Gasthaus zur Linde
Im Jahr 1891 stellte Heinrich Thees einen Antrag zum Ausschank von Bier und Branntwein.
Zuvor hatte er an einen Schuppen mit Giebel zur Straße hin ein Wohnhaus angebaut und
dort eine Gaststube eingerichtet. Ab 1920 führten Max und Adele Heinig die „Linde”
als gutbürgerliche Gaststätte weiter, die sie von den Thees-Erben erworben hatten.
Gasthof Linde
Quelle: Alte Postkarte
Quelle: Festschrift zur 50-Jahr-Feier der FFW 1936
Nach dem Krieg wurde ein neuer Inhaber eingesetzt. Etwa 1950 übernahm die Familie
Fietzek die Gaststätte. Sie wurde in „Gasthaus zur Einheit“ umbenannt.
Diese Bezeichnung wurde im Ort jedoch nicht angenommen, sodass 1986 die Rückbenennung
erfolgte. Neben der Gaststätte wurden auch ein Ladengeschäft und eine Poststelle betrieben.
Nachdem die Familie Fietzek das Rentenalter erreicht hatte, übernahmen mehrere Pächter
die Gaststätte mit mehr oder weniger Erfolg. Schließlich wurde die Gaststätte geschlossen
und dem Verfall preisgegeben. Das Gebäude mit Grundstück wurde nach einer Versteigerung
zur privaten Nutzung erworben. Damit hat die „Linde” aufgehört zu existieren.
Weitere Quellen:
Strohbach, Horst
Bräunsdorfer Dorfbuch 1938, Seite 197
Müller, Curt
Bebilderte Ortschronik Bräunsdorf, 1929-1995
Frenzel, Siegfried
Bräunsdorfer Geschichten und Geschichte, Buch 2, Seite 120
Die
Infotafel am ehemaligen Gasthaus zur Linde.
Text und Layout: AG Chronik Bräunsdorf